Veranstaltungen
Hier gibt es nähere Informationen rund um Psychoanalysis Unveiled
Dagmar Herzog
10.11.2025 | 19:00 | Leibnizhaus Hannover (Holzmarkt 5, 30159 Hannover)
Hybrid: einfach hier klicken, um online teilzunehmen https://eu01web.zoom.us/j/61276339835?pwd=iOw54dIEnMs4OZ1iCbMwlqGPFiNcFm.1
Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich | Fortbildungspunkte sind bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt
Gender und Psychoanalyse
Psychoanalyse hat sich seit ihrer Entstehung immer wieder mit Fragen von Geschlecht, Sexualität und Begehren auseinandergesetzt – doch nicht ohne blinde Flecken, Widerstände und ideologische Engführungen. In diesem Vortrag wird das Thema Gender in der Psychoanalyse anhand dreier markanter Etappen beleuchtet und kritisch neu gelesen:
1910er–1920er: Die frühe feministische Kritik an der psychoanalytischen Theorie wird in dieser Phase neu betrachtet – insbesondere die Positionen von Karen Horney, die schon früh auf die Selbstzentriertheit heterosexueller männlicher Perspektiven in der Debatte um sexuelles Begehren hinwies. Eine neue Interpretation ihrer Arbeiten öffnet den Blick auf verdrängte feministische Einsprüche.
1970er: Diese Dekade war geprägt von massiver Homofeindlichkeit innerhalb der psychoanalytischen Zunft. Der Vortrag rekonstruiert, wie tief diese ablehnende Haltung verankert war – und was es brauchte, um eine Wende einzuleiten. Eine neue Lesart der Schriften von Robert Stoller zeigt, wie ambivalent die Positionen damals waren – aber auch, welches transformative Potenzial sie enthielten.
2010er–2020er: In der jüngeren Vergangenheit kam es zu einer erneuten Zuspitzung: Die Debatten um Transgender-Identitäten sind auch in der Psychoanalyse angekommen – nicht ohne Spannungen. Der Vortrag zeigt, wie diese Auseinandersetzungen verlaufen, wo produktive Ansätze sichtbar werden – und welche alten Abwehrmechanismen erneut aktiviert werden.
Für alle, die sich für die Schnittstellen von Psychoanalyse, Gender-Theorie und Gesellschaft interessieren, bietet der Vortrag eine spannende historische und theoretische Reise durch über 100 Jahre Debatte – mit Impulsen für Gegenwart und Zukunft.
Veranstaltet vom Institut Psychoanalyse im Zentrum im Rahmen des Knowember – November der Wissenschaft | gefördert durch Spielfeld: Gesellschaft.
![]()
![]()
Steen Thorsson
17.11.2025 | 19:00 | Leibnizhaus Hannover (Holzmarkt 5, 30159 Hannover)
Hybrid: einfach hier klicken, um online teilzunehmen https://eu01web.zoom.us/j/69311148534?pwd=reVidxvI51sKZPzpLaPaeyLPqZ5cab.1
Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich | Fortbildungspunkte sind bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt
Die Lust an der Zerstörung: Klimakrise und Faschismus
Wie hängen der Hass auf Geflüchtete, die Wiederkehr des Nationalismus & das Fortschreiten der Klimakrise zusammen? Die von den regressiven Demagog:innen angebotenen Lösung von Trump bis Alice Weidel versprechen zwar keinen materiellen, aber einen wichtigen psychologischen Gewinn: die Lust an der Zerstörung. Die ökologischen und sozialen Verwerfungen, die die kapitalistische Produktionsweise mit sich bringt, können im destruktiven Wahn der Masse verdrängt und verleugnet werden. Steen Thorsson ist Autor des Buches „Burn Baby Burn“, Radiojournalist und Psychoanalytiker in Ausbildung am Berliner Institut apb.
Veranstaltet vom Institut Psychoanalyse im Zentrum im Rahmen des Knowember – November der Wissenschaft | gefördert durch proKlima, der enercity-Fonds.

Geile Gala
13.12.2025 | 19:00 Uhr | live im Künstlerhaus Hannover (Sophienstraße 2, 30159 Hannover)
Eintritt 7 € | Vorverkauf s.u.
Hinweis für Kurzentschlossene: Es werden voraussichtlich am 13.12. noch einige wenige Plätze an der Abendkasse zu haben sein. Wer also lieber spontan entscheiden will: Kommt gerne vorbei bis 19:00, dann sind hoffentlich noch ein paar Stühle für Euch frei. Oder schaut gegen 22:00 zum reinen Tanzvergnügen vorbei.
Den Abschluss der Reihe Psychoanalysis Unveiled bildet die Geile Gala. Gemeinsam mit den Herausgeber*innen des Sammelbandes „Transgeschlechtlichkeit und Psychoanalyse“ sprechen wir über das Verhältnis von Gendervarianz und Psychoanalyse, sowie über theoretische Ressourcen, die wir haben, um herrschenden Pathologisierungen entgegenzuwirken. Danach wird es ein buntes Programm aus Quiz, Tombola, Drag und Feierei geben! Kommt also zahlreich – diskutiert, lacht und tanzt mit uns.
Zum Programm:
- Panelgespräch zu Gendervarianz und Psychoanalyse mit einigen Autor*innen des Sammelbandes: Ulrike Auge, Annette Güldenring, Phil C. Langer, Ilka Schröder und Majbritt Thögersen; Moderation: Niclas O’Donnokoé.
- Queer Quiz von und mit Annette Güldenring
- Tombola: Gewinne, Gewinne, Gewinne!
- „Cis-i-Meter“: Drag Show des Sonderforschungskollektivs (Instagram: sonderforschungskollektiv)
- im Anschluss gibt es dann Musik – just dance!
Über das Buch „Transgeschlechtlichkeit und Psychoanalyse“:
„Trans* ist zur ultimativen Projektionsfläche in einem politisch und emotional aufgeladenen Kulturkampf avanciert. Die Beiträger*innen nutzen die gesellschaftskritische und emanzipatorische Tradition der Psychoanalyse, um jenseits von Vereinfachungen und Stigmatisierungen über Transgeschlechtlichkeit nachzudenken. Dabei widmen sie sich auch den pathologisierenden Diskursen, welche die Psychoanalyse selbst beschäftigen, und ergänzen psychotherapeutische, soziologische und historische Blickwinkel. Diese Methodik erlaubt es, die tiefenstrukturellen Veränderungen des Geschlechterverhältnisses zu theoretisieren und sich so dem Neuen zu öffnen, das trans*-Subjekte in die Welt bringen.“
Veranstaltet durch den Arbeitskreis Gender Bender | gefördert durch Spielfeld: Gesellschaft, AStA Hannover, StuRa der IPU Berlin sowie DAAD/IPU Berlin.

Tickets
Hier sind Vorverkaufstickets erhältlich.
Wir wünschen uns, dass alle, die dabei sein möchten, die Mittel für ein Ticket aufbringen können. Falls ihr Euch das Ticket nicht leisten könnt, schreibt uns eine Mail an psychoanalysis_unveiled@proton.me – wir finden eine Lösung!
Und auch hier der Hinweis für Kurzentschlossene: Es werden voraussichtlich am 13.12. noch einige wenige Plätze an der Abendkasse zu haben sein. Wer also lieber spontan entscheiden will: Kommt gerne vorbei bis 19:00, dann sind hoffentlich noch ein paar Stühle für Euch frei. Oder schaut gegen 22:00 zum reinen Tanzvergnügen vorbei.